„Länger besser leben.“ für den Minister

Hermann Gröhe lässt sich über Präventionserfolg und wirtschaftlichen Nutzen der Gesundheitsinitiative berichten

BERLIN. 347 Seiten stark ist der Bericht der BKK24 über ihr ehrgeiziges Modellvorhaben, durch das den Präventionsbemühungen in der Bundesrepublik Muskeln wachsen sollen. Die druckfrischen Unterlagen nahm Gesundheitsminister Hermann Gröhe im Berliner Reichstag von Krankenkassenvorstand Friedrich Schütte und vom Schaumburger Bundestagsabgeordneten Maik Beermann (CDU) entgegen. Darin wird der Erfolg des erst drei Jahre laufenden Projektes bestätigt, mit dem man seltener krank und bis zu 14 Jahre älter werden kann.

Die Initiative basiert auf Studien der 17 größten europäischen Forschungsinstitute. Daraus hatten Wissenschaftler in Cambridge vier einfache Gesundheitsregeln abgeleitet, deren Zusammenwirken praktisch allen Krankheiten vorbeugt. Sie wurden von der BKK24 zu dem bis heute einzigartigen „Länger besser leben.“-Programm weiter entwickelt, das nun seine Praxistauglichkeit nachgewiesen hat. Mehrere tausend der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre körperlichen Aktivitäten verstärkt, setzen auf gesündere Ernährung und fühlen sich insgesamt besser. „Das ist eine Steilvorlage für den Minister“, meint Friedrich Schütte, da „Länger besser leben.“ bereits weit mehr bietet, als es das Präventionsstärkungsgesetz künftig von den gesetzlichen Krankenkassen verlangt.

„Das Programm eröffnet voraussichtlich die Möglichkeit, über sinkende Leistungsausgaben, die Ressourcen im Gesundheitswesen zu entlasten und die Beiträge stabil zu halten“, sagt Maik Beermann, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Nienburg II - Schaumburg. Er hatte das Treffen mit Hermann Gröhe arrangiert hat, da der Grundstein dieser Erfolgsgeschichte in seinem Wahlkreis gelegt wurde. Die Stadt Nienburg an der Mittelweser war dem Pilot-Ort Obernkirchen mit kurzem Abstand in den Club der gesündesten Städte Deutschlands gefolgt. Inzwischen gehören weitere Orte in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen dazu, darunter Hannover mit mehr als 500.000 Einwohnern.

Erstaunlich klar sind auch die Zahlen, mit denen der vorgelegte Bericht den wirtschaftlichen Nutzen der Präventionsbemühungen unter Beweis stellt. So sind die Einnahmen bei „Länger besser leben.“-Kunden im Vergleich zu den anderen Versicherten, trotz besonderer Extraleistungen für die Gesundheitsvorsorge deutlich höher als die Ausgaben. Besonders entscheidend: „Was wir anbieten, macht offenbar Spaß“, so der Vorstand. Das habe zu 27 Prozent mehr Teilnehmern im letzten Jahr und zu mehr Eigeninitiative bei der Gesundheitsvorsorge geführt.

In einem weiteren Schritt engagiert sich die BKK24 nun für die betriebliche Gesundheitsförderung. Das „Länger besser leben.“-Programm läuft bereits bei rund einem Dutzend Unternehmen mit dem Ziel, die Krankenstände zu senken.

Dem Minister ist aus Sicht von Beermann und Schütte objektiv nachgewiesen worden, dass „Länger besser leben.“ die Gesundheit der Teilnehmer verbessert. Auch weiterhin stehe der Einstieg in das Programm nicht nur den Kunden der BKK24 offen, sondern bleibe auch für die Versicherten anderer Kassen kostenlos. Darin eingeschlossen sei die Expertenauswertung des persönlichen Gesundheitsverhaltens, für die der Fragebogen unter der Adresse www.bkk24.de/lbl ausgefüllt werden kann.

„Als heimischen Bundestagsabgeordneten freut es mich, dass wir in unserer Region eine innovative Krankenkasse haben, deren Ideen Früchte tragen und nun direkt bei unserem Gesundheitsminister platziert werden konnten", so das Resümee von Maik Beermann.

Fragebogen
von Links: Bundestagsabgeordneter Maik Beermann, Minister Hermann Gröhe und BKK24 Vorstand Friedrich Schütte [Foto: Volker-H. Schneider]
Maik Beermann (MdB), Minister Gröhe und Friedrich Schütte, Vorstand der BKK24