Mehr Bewegung, weniger Krankheitstage

Gesundheitsministerin Cornelia Rundt lobt BKK24-Projekt „Länger besser leben“

HANNOVER. „Länger besser leben“, das ist nicht nur der Wunsch vieler Menschen, sondern auch der programmatische Name einer Initiative der Krankenkasse BKK 24, die vor zweieinhalb Jahren gestartet wurde. Den heute vorgestellten Zwischenbericht wertet die niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt als Erfolg. „Von einem gesünderen Lebenswandel profitiert jeder einzelne ganz direkt – zugleich wird das Sozialsystem entlastet“, erklärt Rundt. „Wir werten das Projekt sehr sorgfältig aus, um Erkenntnisse für künftige gesundheitspolitische Maßnahmen aus diesem Projekt zu ziehen“, so die Ministerin weiter.

In Folge der EPiC-Norfolk Studie hatten Statistiker der Cambridge Universität in den neunziger Jahren erforscht, warum einzelne Menschen seltener krank werden und ein höheres Alter erreichen. Ihre Empfehlungen, laut deren die Lebenserwartung um bis zu 14 Jahre gesteigert werden kann, wurden von der BKK24 im Rahmen der Präventionskampagne „Länger besser leben“ weiterentwickelt.

„Mich beeindruckt besonders die Eigendynamik, die Ihre Initiative inzwischen entwickelt hat“, lobt Ministerin Rundt in Hannover. 71 Prozent der weit über 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Regionen, in denen die BKK die Studie praktisch getestet hat, wurden angeregt, sich mehr als zuvor um ihre Gesundheit zu kümmern. Dazu gehört etwa mehr Bewegung im Alltag. Statistisch lässt sich für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ermitteln: Vier Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt ernähren sich gesünder, die Zahl der Raucher ist um acht Prozent unter den Bundeswert gesunken und die krankheitsbedingten Fehltage in den Betrieben gingen überall zurück. Diesen Erfolg hatte das Wirtschafts- und Finanzmagazin Focus Money Ende Januar mit dem Preis für die Top-Markeninnovation des Jahres gewürdigt.

Beifall für die gelungene Kampagne kam auch vom wissenschaftlichen Beirat, dem unter anderen die Präventionsexpertin Prof. Dr. Petra Kolip, Ministerialdirigent Norbert Paland und Prof. Dr. rer. nat. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen angehören. Beiratsmitglied Klaus Vater, früher stellvertretender Sprecher der Bundesregierung: „Ich würde mir wünschen, dass der neue Bundesgesundheitsminister sich mit dieser Studie auseinandersetzt“.

Die Studienergebnisse dokumentieren auch einen ökonomischen Erfolg. Gesundheitsbewusstes Verhalten führt zu Einsparungen bei den Krankenkassen und damit auch für die Solidargemeinschaft. „Die Studie liefert wertvolle Impulse“, erklärt die niedersächsische Gesundheitsministerin Cornelia Rundt, „ich bin optimistisch, dass auch die Universität Bielefeld zu diesem Ergebnis gelangt.“ Diese untersucht zurzeit, in welchem Umfang die Initiative ihre gesundheitlichen und ökonomischen Ziele erreicht.

Fragebogen
Großes Lob für den "Länger besser leben."-Bericht (v.l.): Landtagsabgeordneter Karsten Becker, Cornelia Rundt, Prof. Dr. Petra Kolip und Friedrich Schütte, Vorstand der BKK24.
Gruppenaufnahme