Prof. Dr. Petra Kolip verstärkt „Länger besser leben“-Beirat

Bielefelder Wissenschaftlerin gilt als Expertin für Prävention und Gesundheitskommunikation

OBERNKIRCHEN. Der wissenschaftliche Beirat der „Länger besser leben“-Aktion hat prominente Verstärkung bekommen. Mit der Bielefelder Professorin Dr. Petra Kolip ist eine weitere Präventionsexpertin in das Gremium eingerückt, das Deutschlands größtes regionales Vorsorgeprojekt begleitet.

Petra Kolip (51) war nach ihrem Psychologiestudium unter anderem an der Technischen Universität Berlin, dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin in Zürich und an der Uni Bremen tätig, bevor sie 2009 die Professur für Prävention und Gesundheitsförderung in Bielefeld übernahm. Neben der Forschungsarbeit gehören die Evaluation und Qualitätsentwicklung zu ihren Schwerpunkten. Sie hat mehrere Bücher und zahlreiche Beiträge in Fachmagazinen und Lehrbüchern veröffentlicht und ist zudem auf die für das Projekt wichtige Gesundheitskommunikation spezialisiert. Im Beirat der „Länger besser leben“-Aktion arbeitet sie unter anderem mit Prof. Dr. rer. nat. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik an der Universität Bremen zusammen. Glaeske gilt über die Landesgrenzen hinaus als Experte für Arzneimittel, Gesundheitspolitik und neue Versorgungsformen bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Weitere Beiratsmitglieder sind der im Bundesgesundheitsministerium für Prävention zuständige Ministerialdirigent Norbert Paland sowie Klaus Vater, letzter stv. Regierungssprecher der großen Koalition.

Schirmherrin des Projektes, das 2011 im Pilot-Ort Obernkirchen gestartet wurde, ist die frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Es basiert auf Erkenntnissen der europaweiten EPIC-Studie, in deren Folge die britische Cambridge Universität Regeln für den Schutz vor Krankheiten und zur Verlängerung der Lebenserwartung aufgestellt hatte. Mit ihrem daraus entwickelten und bis heute einzigartigen Programm will die Krankenkasse BKK24 ein Modell zur individuellen und zielgerichteten Vorsorge für Versicherte schaffen. Derzeit arbeiten bereits mehr als 150 Firmen und Vereine in einem Netzwerk zusammen, das für die weit über 4.000 Teilnehmer laufende neue Angebote zur aktiv gesundheitsbewussten Freizeitgestaltung ausgearbeitet. Das wachsende Interesse an dieser Arbeit wird durch durch Besuche hochrangiger Politiker dokumentiert. Zuletzt informierte sich in der vergangenen Woche die Grüne Präventionsbeauftragte Maria Klein-Schmeink über die bisherigen Fortschritte.

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Prof. Dr. Petra Kolip ist neues Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Deutschlands größtem regionalem Präventionsprojekt
Prof. Dr. Petra Kolip